Am 13. Oktober 2026 um 18:00 Uhr eröffnet bei wohnpartner (Kriemhildplatz 6, 1150 Wien) die Ausstellung „Der Wiener Gemeindebau: Eine dialogische Fotoausstellung“. Gezeigt werden Fotografien von Izabela Janssen-Wnorowska, die auch auf dem Instagram-Kanal @wien_gemeindebau zu sehen sind.
Die Bilder richten den Blick auf den Wiener Gemeindebau von seiner oft übersehenen Seite und setzen bewusst einen Kontrapunkt zu vorherrschenden Problemnarrativen. Im Mittelpunkt stehen die ästhetischen Qualitäten und die grünen Innenhöfe. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Wiener Gemeindebau als urbanen Lebensraum mit lebensfrohen Facetten neu zu entdecken.
Begleitend führt unser Institut ein Forschungsprojekt durch, das gemeinsam mit Bewohner:innen der Frage nachgeht, wie die Fotografien wahrgenommen werden und welchen Beitrag sie zur Identifikation mit dem Wohnumfeld leisten. Die Ausstellung ist bis 31. Dezember 2026 (Mo-Fr, 8:00 bis 16:00 Uhr) zu sehen .
Der Wiener Gemeindebau: Eine dialogische Fotoausstellung
Die Fotoausstellung „Der Wiener Gemeindebau“ rückt die ästhetischen Qualitäten und lebensfrohen Facetten des sozialen Wohnbaus in den Mittelpunkt, um eine Perspektive jenseits gängiger Problemnarrative zu eröffnen. Die gezeigten Aufnahmen, die ursprünglich auf dem Instagram-Kanal @wien_gemeindebau veröffentlicht wurden, dokumentieren die visuelle Vielfalt und den besonderen Charakter dieser städtischen Lebensräume. Durch die bewusste Konzentration auf alltägliche Momente und architektonische Details wird der Gemeindebau als lebendiger, identitätsstiftender Raum greifbar, der die soziale Identität der Stadt maßgeblich prägt.
Ausstellungszeitraum: 13. Oktober 2026 – 31. Dezember 2026 Eröffnung: 13. Oktober 2026 um 18:00 Uhr Ort: wohnpartner, Kriemhildplatz 6, 1150 Wien
Das Vorhaben, das in Kooperation mit „wohnpartner“ realisiert und durch die Österreichische Hochschulschülerschaft (ÖH) gefördert wird, lädt dazu ein, den Gemeindebau als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts neu zu entdecken.
In einem begleitenden Forschungsprojekt möchten wir mit den Bewohner:innen über ihre Wahrnehmung der Bilder und die Identifikation mit ihrem Wohnort ins Gespräch kommen. Das Forschungsprojekt wird von der Stadt Wien Kultur (MA 7) gefördert.
Aufgeheizt? Klimawandel, Emotion und Reflexion in Wiener Museen
Das Forschungsprojekt untersucht anhand von drei aktuellen Ausstellungen in Wiener Museen, wie die Themen Klimawandel und globales Lernen präsentiert und welche Denk-, Emotions- und Lernprozesse bei den Besucher:innen angeregt werden. Die drei Ausstellungen bieten unterschiedliche Perspektiven – von lokalen Veränderungen über globale und soziale Herausforderungen bis hin zu technologischen Lösungen. Ziel ist es, die emotionalen und gedanklichen Reaktionen der Besucher:innen zu erfassen und zu verstehen, wie durch museale Angebote Reflexionsräume geschaffen und gesellschaftliche Lernprozesse gefördert werden können.
Gefördert wird das Projekt von der Stadt Wien Kultur (MA 7).
Foto: makabera via Pixabay
Über uns
Foto: Sarah Gross Photography
Das Forschungsinstitut resonante Gesellschaft widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung und Förderung von Resonanz – verstanden als sinnstiftende Beziehung des Menschen zu sich selbst, anderen, Umwelt und Kultur.
Unsere interdisziplinäre Arbeit verbindet Erkenntnisse aus Sozial-, Kultur-, Religions- und Geisteswissenschaften. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Impulse für den gesellschaftlichen Dialog, für Bildung und Politik zu setzen.
Mit unserer Forschung leisten wir einen Beitrag zur Bewältigung kultureller und sozialer Herausforderungen – für eine lebendige, verantwortungsbewusste und resonante Gesellschaft.
Foto: Sarah Gross Photography
Izabela Janssen-Wnorowska, BA BA MA
Izabela Janssen-Wnorowska ist Sozialwissenschaftlerin und Übersetzerin. Sie promoviert an der Universität Wien zum Thema Migration, Wohnen und Affekt: Zusammenleben im Wiener Gemeindebau. Sie lehrt über Bourdieus Theorien zur sozialen Ungleichheit sowie über soziale Dynamiken, die an der Schnittstelle von Migration und Wohnen in urbanen Räumen entstehen. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen soziale Ungleichheit, soziale Machtstrukturen, Affekt, Migration sowie Wohnverhältnisse und gleichstellungspolitische Fragen von benachteiligten Gruppen.
Foto: Sarah Gross Photography
Dr. Arnim Janssen-Wnorowska
Arnim Janssen-Wnorowska ist ev. Theologe und Kulturwissenschaftler mit einem besonderen Interesse an der Verbindung von Emotion, Ritual und kultureller Erinnerung. Er studierte Evangelische Theologie und Judaistik in Berlin, Jerusalem, Hamburg und Wien, wo er sich intensiv mit den kulturellen und historischen Kontexten biblischer Texte auseinandersetzte. Seine Promotion an der Universität Wien widmet sich der Bedeutung von Emotionen in Texten und Traditionen, insbesondere im Buch der Klagelieder.